Pressearbeit

cinescultura 2020 Prämierte Festivalfilme

Die beste und wichtige Nachricht zuerst: Das Film- und Kulturfestival cinEScultura in Regensburg konnte zum coronabedingt untypischen Termin im Herbst vollumfänglich stattfinden. Das Kulturprogramm vollbrachte Ende Oktober eine Punktlandung. Zur großen Freude des Publikums. Das Kinoprogramm wurde aufgrund des Lockdowns im November im online-streaming - deutschlandweit - gezeigt.

Trotz des enormen Mehraufwandes sprachen sich die Veranstalter des Festivals cinEScultura, allen voran Gründer und künstlerischer Leiter Pedro Álvarez, dafür aus, das Festival nicht einfach auf nächstes Jahr zu verschieben, sondern den Künstlern soweit es möglich ist, eine Plattform zu bieten und auch die Auszeichnungen und das damit verbundene Preisgeld vergeben zu können.

Die preisgekrönten Filme 2020

In der Kategorie Kurzfilm: Maras von Salvador Calvo (2019)

Der cinEScultura-Kurzfilmpreis wird seit 2012 in Zusammenarbeit mit der Internationalen Kurzfilmwoche Regensburg jährlich vergeben. Das Preisgeld beträgt 500 Euro.

Die Begründung der Jury - Gabriel Fieger, Robert Kellner, Dr. Medard Kammermeier: "In beklemmender Weise erzählt der Film MARAS von Salvador Calvo von Menschen und Familien, die sich aufgrund der Erniedrigungen, der unbegrenzten Willkür und der unfassbaren Gewalt der Mara gezwungen sehen, ihre Heimat El Salvador zu verlassen, um ihr Leben in Spanien weiterzuleben. Doch auch hier will man diese Menschen nicht haben … Das große Verdienst von MARAS ist es, dieses wichtige politische Gegenwartsthema aufzugreifen und es uns in einer ergreifenden und erschütternden Erzählung nahe zu bringen – näher und erschütternder vielleicht, als es manchen lieb ist."

In der Kategorie Ópera Prima: Ojos negros von Iván Alarcón, Ivet Castelo, Sandra García und Marta Lallana (2019)

Der Filmpreis Ópera Prima, der zum ersten Mal 2018 in Zusammenarbeit mit der Vereinigung von Filmschaffenden Frauen CIMA verliehen wurde, wird dieses Jahr als Preis Ópera Prima der Stadt Regensburg weitergeführt. Das Preisgeld beträgt 1000 Euro.

Die Begründung der Jury - Prof. Dr. Jochen Mecke, Claudia Engelhardt und David Macián: "Den Regisseur*innen gelingt es, mit wenigen Worten und umso schöneren Bildern die Atmosphäre des Ortes und das Innenleben der Protagonistin nahezubringen. Die Kamera ist ruhig, die Bilder sind präzise kadriert. Überflüssiges wird weggelassen, nichts wird auserzählt. Es wird in die Bewegung, in den Ton geschnitten. Auch die Musik ist reduziert. Konsequenterweise bleibt auch das Ende offen. Den Filmemacher*innen ist es gelungen, mit überzeugenden Darstellerinnen das sinnliche Stimmungsbild eines erwachsen werdenden Mädchens zu schaffen, das länger nachwirkt."

Sonderpreis CIMA für den besten Film einer Regisseurin: Andrea Jaurrieta für ihren ersten Langfilm Ana de día (2018)

Bei dieser Gelegenheit wird nicht nur der beste Debütfilm des Festivals ausgezeichnet, sondern CIMA vergibt ebenfalls eine Auszeichnung an das beste Werk einer Regisseurin. 2020 darf sich Andrea Jaurrieta über eine kostenlose Jahresmitgliedschaft in der Vereinigung der filmschaffenden Frauen freuen. Ihr Werk überzeugte den Verband - in der Jury Rhoda N. Wainwright und Davinia Burgos - aufgrund der spannungsvoll inszenierten Suche einer jungen Frau nach ihrer sexuellen Identität und ihrem Platz in der Gesellschaft.

Link

Die online-Preisverleihung: https://www.youtube.com/watch?v=3Pv6F74sNtg